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"Der Torwächter": Trailer
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Das Buch

Der Torwächter

Auftakt zu einer hochspannenden Trilogie!


Ein rätselhafter Turm, der Simon magisch anzieht, zwei leuchtende Augen in der Dunkelheit, die unheimlichen Bilder im Atelier unter dem Dach. Seit Simon in das Haus seines Großvaters umziehen musste, häufen sich die merkwürdigen Ereignisse. Wohin ist sein Großvater so plötzlich verschwunden? Und vor allem, warum? Zusammen mit Ira, einem Mädchen aus dem Dorf, will Simon herausfinden, was hinter all dem steckt, und stößt dabei auf das geheimnisvolle Erbe der Torwächter. Ein Erbe, dem er selbst nicht entgehen kann.

Bestsellerautor Markus Stromiedel schafft Spannung bis zur letzten Seite! Eine packende Mischung aus Abenteuer-Fantasy und dystopischen Elementen.


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"Der Torwächter": Leseprobe

Ein Glitzern ließ ihn aufmerken. Auch Ira war es aufgefallen, denn sie hatte sich so wie Simon umgedreht und blickte die Treppe hinauf. Ein goldenes Glänzen spiegelte sich in der Wand des Treppenschachts. Es wurde stärker und greller, bis sie das Ende der Rolltreppe erreichten. Geblendet kniffen sie die Augen zusammen: Direkt vor ihnen ragte der Tower in die Höhe. Die Sonne war gerade aufgegangen, sie ließ das gewaltige Hochhaus leuchten. Simon blinzelte in das Licht. Wie ein glühender Feuerdorn ragte der Turm in den Himmel.
Ira war beeindruckt. »Wow!« Sie legte den Kopf in den Nacken. »Wenn ich nicht wüsste, dass das nicht geht, würde ich sagen, dass er größer geworden ist.« Sie erzählte, dass sie zuletzt vor einigen Monaten hier gewesen sei, mit Tomas und seinem Vater, er hatte ihnen die Stadt gezeigt.
Simon hörte kaum zu. Fasziniert starrte er den funkelnden Turm an. Er fühlte sich zu ihm hingezogen, aber zugleich auch abgestoßen. Jede Faser seines Körpers sagte ihm, es sei besser, von hier zu verschwinden, doch ein anderer Teil von ihm war fest entschlossen, dem goldglänzenden Gebäude sein Geheimnis zu entreißen. Er würde jetzt nicht umkehren, nicht nach dem langen Weg, den er hierher zurückgelegt hatte. Nicht nach allem, was geschehen war. Auch Frauen in strengen Business-Kostümen waren unter den Neuankömmlingen. Ihre Schritte waren schnell und entschlossen und das Klacken ihrer Absätze schallte von den Fassaden zurück. Langsam füllte sich die Fläche zwischen den Hochhäusern. Ira und Simon kletterten auf einen der künstlichen Felsen, die den gepflasterten Teil des Platzes von jenem Teil abgrenzten, der als Park angelegt war. Stumm sahen sie auf die dichter werdende Menschenmenge hinab.
»Siehst du das?« Simon zeigte Ira, was man von hier oben besonders gut beobachten konnte: Obwohl es für viele eine Abkürzung gewesen wäre, direkt am Tower entlangzugehen, mieden alle die Fläche direkt vor dem Haus. Es war, als hätte ein Riese mit einem Zirkel einen Kreis rund um den goldenen Hochhausturm gezogen und jedem Winzling verboten, einen Fuß über die Linie zu setzen. Jeder hielt sich an das Verbot.
Ira stutzte erstaunt und nickte.
Die ersten Anzugträger hatten die City erreicht, sie kamen aus den U-Bahn-Stationen oder strömten aus den Ausgängen der Parkgaragen auf den Platz.
»Komm.« Diesmal gab Simon den Ton an, und Ira folgte ihm. Sie durchquerten die Menge und näherten sich der freien Fläche vor dem Tower. An ihrem Rand blieben sie stehen. Keiner der vorbeihastenden Männer und Frauen beachtete sie, so wie auch niemand die kreisrunde freie Fläche rund um das Hochhaus zu bemerken schien. Auch Ira war sie nicht aufgefallen, bis Simon sie darauf hingewiesen hatte.
Ira sah auf. »Was passiert, wenn wir weitergehen?«
»Nichts.«
»Sicher?«
Simon schüttelte den Kopf.
Ira tastete nach seiner Hand, dann schob sie vorsichtig einen Fuß auf die freie Fläche. Nichts geschah. Auch Simon überschritt die unsichtbare Linie, ohne dass etwas passierte.
Gemeinsam, Hand in Hand, gingen sie weiter, bis sie dicht vor dem Gebäude standen. Niemand beachtete sie, es war, als gäbe es sie gar nicht.
»Und jetzt?«
Wortlos hob Simon seine Hand und berührte mit den Fingerspitzen die Fassade. Sie war kalt, so wie am Vortag. Ein Schauer durchlief ihn. Dann legte er die gesamte Handfläche auf die Wand, einen kurzen Augenblick nur, bevor er seine Hand wieder zurückzog.
Gespannt warteten sie, was geschah.

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Der Autor
© Dressler / Joerg Schwalfenberg

Markus Stromiedel

Markus Stromiedel lebt mit seiner Familie in Bonn. "Der Torwächter" ist sein erstes Buch für jüngere Leser – ein Schritt in eine neue aufregende Welt.

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