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„Ein mittelschönes Leben“ von Kirsten Boie –
ein Kinderhörbuch zum Thema Obdachlosigkeit
„Ein mittelschönes Leben“ von Kirsten Boie erscheint in diesen Tagen als Hörbuch (Oetinger audio). Es entstand wie das gleichnamige Buch in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und der Agentur Zucker. Die Autorin spendet ihr Honorar und Oetinger audio ein Hörbuchkontingent an Hinz&Kunzt. Der Erlös kommt der Arbeit des Straßenmagazins zugute.
Kirsten Boie erzählt in „Ein mittelschönes Leben“ die Geschichte eines Mannes, der obdachlos wurde. Das Buch möchte Augen öffnen, Gespräche anregen, Toleranz und Mitgefühl stärken. Die renommierte Kinderbuchautorin hat das schwierige Thema Obdachlosigkeit dafür kindgerecht umgesetzt: Der lakonische Tonfall der Autorin wird von Ursula Illert einfühlsam ins Hörbuch übertragen.
Im Sachteil des Hörbuchs beantworten Verkäufer des Hamburger Straßenmagazins Hinz&Kunzt Fragen von Grundschülern. Die Kinder fragen, wo man schläft, wenn man obdachlos ist, was passiert, wenn man krank ist und was sich die Obdachlosen am meisten wünschen. Die Verkäufer beeindrucken in den Interviews mit ihrer Offenheit. Zusammen mit der Musik von Jens Fischer und Uli Kringler entsteht ein Hörerlebnis, das berührt und nachdenklich macht.
Die Autorin Kirsten Boie über das Projekt: „Vor allem Großstadtkinder begegnen auf den Straßen fast täglich Obdachlosen. Wir wollen vermitteln, dass wir es hier nur am Rande mit einem individuell verschuldeten Problem zu tun haben, dass Obdachlosigkeit immer am Ende einer traurigen Entwicklung von Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und sozialer Isolation steht.“
Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland wird auf 300.000 geschätzt, bis zu 30.000 Menschen leben auf der Straße, ohne in einer Statistik aufzutauchen. Die genaue Zahl kennt niemand. Nur wenige Menschen machen sich Gedanken darüber, wie jemand in diese Lage gekommen ist.

